Tacheles ein Schandfleck in Berlin
So mag es uns der TVB in seiner Sendung “Harry Hilft” Glauben machen.
Ein Hauch von „New York“ soll nach Berlin wehen und das Stadtbild um das ehemalige Kaufhaus Tacheles verändern. Geplant sind Büros, Wohnungen, Hotels und Ladengeschäfte. Die Fundus-Gruppe investiert dafür zwischen 400 und 500 Millionen Euro. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Denn der auf zehn Jahre angesetzte Vertrag mit der Künstlerinitiative Tacheles wurde nun fristgemäß gekündigt.
Gast: Johannes Beermann, Fundus Fonds-Verwaltungen GmbH
Soweit der Infotext, was folgte war jedoch eine Berichterstattung der eher derberen Art:
Ein Moderator der das Projekt “Umgestaltung des Johannisviertels” in höchsten Tönen lobt und verzweifelt versucht positive Aspekte hervorzueheben - dabei nicht verlegen von einem “Schandfleck” im Zusammenhang mit dem Tacheles zu sprechen.
Herr Beermann jedoch scheint sich nicht ganz wohl in seiner Rolle zu sein. Ja, zur Zeit der Immobilenkrise ist es nicht so einfach mit den Investoren. Dumm das es praktisch keine gibt und das Gebäude noch unter Denkmalschutz steht und somit sowieso nicht abgerissen werden darf. Was auch zugegeben wird.
Also warum dann dieser Bericht? Warum dann die Kündigung zum 31.12.2008?
Alles was dabei rum kam sind hübsch anzusehende 3D Animationen des Geländes wie es sowieso nicht Aussehen wird.
Weder kam ein Vertreter des Tacheles zu Wort noch wurden die Vorzüge des Tacheles genannt. Was bleibt ist der bittere Geschmack schlecht recherschierte Meinungsmache, und der Verdacht auf gezielte Manipulation der Berliner Bürger. Geht es darum Investoren anzulocken? Kann ich mir schwerlich vorstellen.
All das erinnert mich doch stark an die MediaSpree die mit ähnliche Berichten von den Vorzügen ihres Großartigen Projektes auf Stimmungsfang geht und bereits im Vorraus die dort entstanden Projekte kündigt ohne überhaupt über einen Zeitpan zu verfügen. Übrigens mit dem selben Problem fehlender Investoren oder eines terminierten Bebaungsplans für die betroffenen Gelände.
Mein Unwort im Zusammenhang mit Berlin: Filetstück (Pali-Tuch ist damit offiziel abgelößt).




25. April 2008 um 16:43
das lustige an dem mediaspree image film ist ja, dass darin mit der ach so hippen clubszene, welche sich im spreeumfeld befindet geworden wird - schließlich weiß man inzwischen, daß medienmenschen durch coole subkulturelle szenen angezogen werden. diese ganzen szeneprojekte wurden aber gleichzeitig von der mediaspree gekündigt, so daß sie bei einer umsetzung ersatzlos gestrichen würden. aber dann wird ja schon investiert und gebaut und es ist egal, daß im imagefilm offensichtliche lügen verbreitet wurden.
das tacheless selbst ist schwach, das sich sich in einem jahrelangen internen streit mit einigen gerichtsgängen selbst zerstört hat. die internationalen prominenten fürsprecher, die es vor einigen jahren mal hatte wird es mit sicherheit jetzt nicht mehr haben. die architektonischen haluzinationen werden erwartungsgemäß so katastrophal ausfallen wie am postdamer platz.