Archiv der Kategorie ‘politik‘

 
 

Sozio Guerilla Marketing


Ein Rapper namens Pan webt den Mythos “Massiv” in eine weitgreifenderes Gefüge ein. In diesem Fall in die Bertelsmann Stiftung und das mit ihr verwobene Medienkonglomerat. Interessanter Ansatz wie ich finde, und mit der Idee das Video unter dem Namen: “Massiv - die Gegendarstellung” zu posten ein geschickter Schachzug. I like.

Nachtrag zur Kulturflatrate - England goes P2P

Kulturflatrate-Originalbeitrag

Die englische Regierung hat die ISP’s wie auch die Musikindustrie an einen Tisch gebracht und wohl beide unter Druck gesetzt. Herauskam der Plan Filesharing in England zu legalisieren - als erstes Land nach Südkorea wohlgemerkt. Gegen Ende des jahres soll es wohl soweit sein - da bleibt nur zu hoffen, das man aus den vergangen Fehlern gelernt hat und dies nicht über reglementiert.
» Weiterführende Links und Originalbeitrag hier be Nerdcore.

Interessant in dem Zusammenhang auch das Konzept von Content-Aggregator Zebralution namens “Super-Distribution”. das ganze wurde damals von Tausendsassa Kurt Thielen erdacht.
Dort war 2004 angedacht ein freies (Musik-)File Sharing der Nutzer per Handy zu erlauben, als Promotool sozusagen. Der beste Kumpel als Empfehlungsexperte ohne Illegalitätsaspekt. Klasisches Word of Mouth Marketing quasi - bzw. Word of Mobile in dem Fall. Leider finde ich dazu NICHTS im Netz. Ich hoffe ich habe es noch richtig im Gedächtniss.
Dies wäre eine gute Möglichkeit gewesen zu dem Zeitpunkt, den Musik wie auch Mobile Markt zu pushen. Hätte vielen Künstlern und den großen Labels gut tun können. Revenue über Ads bei dem sharen über die Plattform und natürlich die einfachen Möglichkeiten seinen Künstler zu promoten. Naja - Chance vertan damals.
Das Konzept halte ich aber immer noch für durchführbar, vor allem da die meisten Mobiel Nutzer noch nicht “richtig” online sind ist jetzt die letzet Chance sie an sich zu binden. bald nutzt man per handy eben die klasisschen P2P Plattformen uns dann ist der Zug wieder abgefahren eine Plattform aufzubauen neben Jamba ( ;)).

Rettet den Mellowpark

mellowpark.png
Es ist mal wieder ein klassisches Szenario:
Allerorts wird über Jugendkriminalität gemeckert, die böse Jugend hängt ja nur rum, bewegt nix und vegrammelt ihre Zeit. Tja aber Geld dafür ausgeben das Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden kommt auch nicht in die Tüte. Armes Deutschland - und in diesem Fall (mal wieder) armes Berlin.
Erst ist die Skatehalle am Revaler 5 Eck und das gesammte dortige Gelände dran, was schon eine Armutszeugniss sondergleichen ist. Jetzt soll es den Mellowpark treffen.
Es ist wieder die Geschichte von angeblichen Investoren, von Eigentumswohnungen und Büros in Exzellenter Lage, doch vielmehr ist es die Geschichte von einem versagenden System in dem alle verlieren - ausser dem Investor.

Mir wird einfach schlecht bei dem Gedanken das die großartige (zu einem großteil von der Jugend selbst unendgeltlich verrichtete) Aufbauarbeit die dort über die Jahre geleistet wurde einfach mit einem Bagger eigeebnet wird, wer ersetzt dir? Noch schlchter wird mir bei dem Gedanken was dies wieder für ein Zeichen an die Jugend sendet: “Ihr seid nix wert!” Wie soll das Gefühl ausgeglichen werden?

Der Mellowpark hat eine Petition gestartet, dafür brauchst du nur diesen Brief herunterzuladen, auszufüllen und an die angegebene Adresse zu senden. Mitmachen!

Stress oder was?

Justice “stress” Video hat ja für allersamt Aufsehen gesorgt, da wurde es auch langsam Zeit für den legitimen Nachfolger /Neufassung/ Parodie/ etc. :

Ja Ja diese Jugend, nur flauseln im Kopf ;)

gmail - not for germany

Seit 2 Tagen nervt jetzt schon die Meldung, die man erhält wenn man versucht auf seinen gmail account via gmail.com zu zugreifen.

In Deutschland können wir keine Dienste unter Gmail anbieten. Hier nutzen wir den Namen Google Mail.

Wenn Sie in Deutschland unterwegs sind, können Sie Ihre Mails unter http://mail.google.com abrufen.

Oh, und wir würden gerne die URL oben verlinken, dürfen das aber auch nicht. Schade.

Allgemeine Informationen zu Google erhalten Sie unter www.google.com oder www.google.de.

Dies scheint das Fazit zu sein das lange andauernden Rechtsstreites zwischen dem gmail-Trittbrettfahrer Giersch Ventures und google. Bereits Anfang 2007 kam es zu dem Aus für die Wortmarke gmail vor deutschen Gerichten. Tja, bis ich es gelernt habe nicht mehr gmail.com in den Borwser zu hacken wird noch einige Zeit voller Fluchen Vergehen…

Die Kulturflatrate - Fluch oder Segen.

Auf Netzwertig.com ist eine heise Debatte über die Vorteile und Nachteile einer Kulturflatrate im Gange.
Wie soll diese Aussehen? Fördert sie die Kultur? Legt sie nicht zuviel macht über das Netz in die falschen Hände?
Absolut lohnenswerte Disskussion mit geringem Troll-Faktor!

Ich bin ausgesprochener Feind der Kulturflatrate, eher pro eines anständigen, weil einfach zu handelnden, Bezahlmodels und der nicht verfolgung / duldung der Downloads. Vor allem aber ein Erkennen und Nutzen der Möglichkeiten die die Online Verbreitung mit sich bringt.

Für mich ist es offensichtlich, dass die Gesellschaft mit einem komplett legalen, unkontrollierten Filesharing am besten dasteht.

Dass der Staat als regulierende Kraft sich dort einbringt sollte - und darf - nie das Ziel sein. Die Rundfunkgebühren sollten uns alle Negativbeispiel genug sein. Von dem GEMA-Modell ganz zu schweigen.

Die Welt ist nun mittlerweile eine andere als vor 40 Jahren. Die Zeit der Geschäftsmodelle in denen Copyrights eine entscheidende Rolle spielen vorbei ist, sollte bald allen klar geworden sein. Die Künstler selbst müssen die Umverteilung des Geldes nutzen und neben der Musik andere Erlößquellen erschliessen bzw.optimieren. The goldrush is over stupid.

Für Labels heißt das konkret eine Umstrukturierung zu einer Agenturtätigkeit, also: Booking, Merch, Sponsoring, Endorsement-Deals , etc. mit den Künstlern - für die Künstler regeln. Das Label muss sich wieder als Marke verstehen und positionieren.
superstar-recordings ist ein gutes Beispiel für ein funktionierendes Modell nach diesem Vorbild. Grand Hotel van Cleef auf dem besten Wege. Selbst Aggro Berlin ist weiter als der große Rest.

Diese Strukturierung ist natürlich leichter für ein Indie-Label als für die Großen. Denen scheint nur rumheulen und pöbeln zu helfen.
Traurige Welt.

Zu dem Artikel.

Chengdu - nach dem Erdbeben

chengdoo magazineDie neue Ausgabe des chinesischen CHENGDOO Magazins trägt den passenden Titel “Aftermath”, es geht also hauptsächlich um die Welt in China, doch vor allem in Chengdu, nach dem Erdbeben am 5.12.
Neben einem guten Interview von 4 Studenten aus Isreal, die auf eigene Faust angereist sind um zu helfen, und vielen Augenzeugen Berichten sind es vor allem die Bilder die fesseln. Es sind eben nicht nur die üblichen Bilder voller Leid und Zerstörung, Bilder die das extreme suchen. Viele der Bilder hier sind subtiler und scheinen dem Alltag entnommen. Erst durch die Zusatzinformation das es sich hier um ein Erdbeben als Ursache handelt entwickelt sich die Wirkung. Sie schaffen Nähe zu der Situation. Natürlich fehlen auch die Bilder im Bennetton Style nicht. Leider.
Der Artikel “Rumors, Panicand i´m outta here..” ist ein nahezu klassischer Word of Mouth Bericht. Es wird aufgezeigt wie sich Gerüchte verbreiten dun welche doch dratsichen Auswrkungen sie haben können -> lesen!

Das Magazin an sich ist schön und schlüssig gestaltet, wie auch die vorherigen Ausgaben. Interessant ist auch die Werbung die sich ausschließlich an English-Speaking-People richtet. Vor allem ist es jedoch ein Zeichen über Chinas blühende Kulturszene, über die immernoch viel zu wenig berichtet wird und nicht die Aufmerksamkeit erhält die sie verdient.
DOWNLOAD

Das Bild des Tages.

2 Freunde müsst ihr sein.
Quelle: Spiegel.de
passend dazu:

Link: sevenload.com

Das Nachhilfebedarf in Sachen Weblife und neuen Medien in allen Schichten von Nöten ist, unterstreicht ein Bericht des Morgenmagazins der ARD vom 27.06.2007. Kinder befragen Politiker zu Ihrem Erfahrungen und Wissen in Sachen Internet.
Abgeordneter der Grünen Hans-Christian Ströbele, u. a. Mitgliedes des BND-Untersuchungsausschusses, punktet auf die Frage nach seinem Internetnutzungsverhalten mit der Antwort: „Ins Internet bin ich, glaub ich, einmal oder zweimal bis jetzt gegangen.“
Dicker kommt es bei der Befragung von Renate Zypries: “Nennen Sie uns doch mal ein paar Browser.” Zypries fragt Mitarbeiter: “Browser - Was sind denn jetzt nochmal Browser?”
Wohlgemerkt die Justizministerin unseres Landes, die zu dieser Zeit gerade die Vorratsdatenspeicherung und die Reform des Urherberechtes im Hinblick auf die moderne Medienwelt auf der Agenda hatte.
Tja, und jetzt ist es soweit. Der Entwurf ist durch.

Da Bildung gemeinhin als meritoriches Gut angesehen wird, sollte hier mal eine Politiker-Fortbildung drin sein, geführt vom CCC wenn möglich und ein wenig Geld hineinfließen. Ist ja nicht zum aushalten.


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