Auf Netzwertig.com ist eine heise Debatte über die Vorteile und Nachteile einer Kulturflatrate im Gange.
Wie soll diese Aussehen? Fördert sie die Kultur? Legt sie nicht zuviel macht über das Netz in die falschen Hände?
Absolut lohnenswerte Disskussion mit geringem Troll-Faktor!
Ich bin ausgesprochener Feind der Kulturflatrate, eher pro eines anständigen, weil einfach zu handelnden, Bezahlmodels und der nicht verfolgung / duldung der Downloads. Vor allem aber ein Erkennen und Nutzen der Möglichkeiten die die Online Verbreitung mit sich bringt.
Für mich ist es offensichtlich, dass die Gesellschaft mit einem komplett legalen, unkontrollierten Filesharing am besten dasteht.
Dass der Staat als regulierende Kraft sich dort einbringt sollte - und darf - nie das Ziel sein. Die Rundfunkgebühren sollten uns alle Negativbeispiel genug sein. Von dem GEMA-Modell ganz zu schweigen.
Die Welt ist nun mittlerweile eine andere als vor 40 Jahren. Die Zeit der Geschäftsmodelle in denen Copyrights eine entscheidende Rolle spielen vorbei ist, sollte bald allen klar geworden sein. Die Künstler selbst müssen die Umverteilung des Geldes nutzen und neben der Musik andere Erlößquellen erschliessen bzw.optimieren. The goldrush is over stupid.
Für Labels heißt das konkret eine Umstrukturierung zu einer Agenturtätigkeit, also: Booking, Merch, Sponsoring, Endorsement-Deals , etc. mit den Künstlern - für die Künstler regeln. Das Label muss sich wieder als Marke verstehen und positionieren.
superstar-recordings ist ein gutes Beispiel für ein funktionierendes Modell nach diesem Vorbild. Grand Hotel van Cleef auf dem besten Wege. Selbst Aggro Berlin ist weiter als der große Rest.
Diese Strukturierung ist natürlich leichter für ein Indie-Label als für die Großen. Denen scheint nur rumheulen und pöbeln zu helfen.
Traurige Welt.
Zu dem Artikel.