Horror Filme und Mode Filme … Part01
Visual Aesthetics of Classic Horror Movies in the Modern Fashion Film
Das Ziel des Horrorfilm ist es, bei dem Rezipienten Gefühle der Angst, des Schreckens und Verstörung auszulösen. Reich an Übernatürlichem, Mystischem ist er doch meist in unserer realen Welt fest verankert. Es gilt der Rationalismus unserer gelernten Umgebung. Und gerade durch die vermeintliche Nähe zu unserem Alltag, entfalten die Effekte ihre Wirkung. In der Schnittmenge zwischen Kunst und Kommerz bewegt sich das relativ neue Genre des Mode-Films. Er entwickelt sich immer weiter davon weg, einzig die Kollektion zu präsentieren. Der Kunstanspruch, welcher der Mode inne wohnt, schlägt sich maßgeblich in der Schaffung des Films nieder. Die meist zwischen zwei bis fünf Minuten langen Werke erzählen komplexe Geschichten, in denen die Mode selbst häufig zur Staffage verkommt. Um in dieser kurzen Zeit die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erhalten und einen nachwirkenden Eindruck zu hinterlassen, bedient sich der Mode-Film vieler Stilistiken des klassischen Horrorfilms.
CHRISTENTUM
Das Christentum als vorherschende Religion der westlichen Welt mit ihrem reichen Fundus an Symbolen, Zeichen und Brauchtumen ist eine reichhaltige Quelle. Die Symbole des Christentums werden gerne im Gegensatz zu okkulten Symbolen genutzt (z.B: in “Nosferatu,1922”). Wobei das Christentum das Gute repräsentiert. Oder aber auch als Religion die Platz lässt für Fanatismus (z.B. Carrie,1976). Besonders die Alltäglichkeit des Glaubens schafft eine bedrohliche Nähe und erlaubt das Spiel mit Vorstellungen und Konventionen des Betrachters und somit zu Provozieren. Der Mode-Film macht sich den Moment der Provokation zu eigen in dem er mit der Zeichenund Bildwelt experimentiert. Doch letztlich ohne wirkliche Aussage bleibt.
ABSTRAKTE LANDSCHAFT
Stark stiliserte Landschaften, die nur das nötigste Darstellen um eine bestimmet Stimmung zu erzielen sind ein weitverbreites Stilmittel. Die Umgebung wird in vielen Frühwerken, insbesondere die vom Expressionismus beeinflussten Werke Murnaus, stark abstrahiert dargestellt. Ein Baum und Nebel genügt um einen dunklen Wald in der Fantasie des Betrachters aufleben zu lassen. Eine weite leere Fläche verdeutlicht die Weite, ohne aber wirklich etwas darzustellen oder Objekte zu benötigen. Einst aus den eher knappen Produktionsbudgets erwachsene Lösungen finden immer mehr Anwendung. Der Mode-Film, denen es wie in den Frühwerken eher um eine idealisierte Darstellung geht, bedient sich der Mechanik. Die Präzesion der Aussage wird erhöht da weniger Interpretationsspielraum für den Betrachter bleibt.
UREINWOHNER
Der naturverbundene Ureinwohner lebt im Einklang mit der Natur und ist anderen Gesetzen unterworfen, als es der Lebensform der westlichen Zivilisation entspricht. Der westliche Wertekanon verliert an Wert. Gewalt, absonderliche Naturreligions-Rituale und sexuelle Ausschweifungen bilden häufig den Kern der Erzählungen. Der Ureinwohner ist somit einerseits das Ideal des ursprünglichen Menschen, aber auch gleichzeitig eine Bestie, die der Zivilisierte nicht einzuschätzen vermag. Es treffen Urgewalten auf die Errungenschaften der Zivilisation. Dieser Konflikt macht den Reiz des Sujets aus. Im Mode-Film geht es um die Rückkehr zur Ursprünglichkeit, der Abkehr von der Moderne. Zurück zu Instinkt getriebenen impulsiven Handlungen und natürlicher, wenn auch stark stilisierter, Körperlichkeit.
Part 02 & 03 soon.







